Kundenspezifische Lösungen

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Anhand der Gegebenheit vor Ort ist es ent-scheidend, die richtige Messmethode zu wählen und eine geeignete Messstelle zu finden.

Punktuelle Abflussmessungen führen wir anhand der Salzverdünnungsmethode, mit hydrometrischen Messflügeln oder mit einem ADCP durch.


Kontinuierliche Messungen von Abflussmengen können anhand einer Pegelmessung und einer Eichkurve realisiert werden.


Bei befestigten Gerinnen oder in Rohren kommen auch Ultraschallverfahren zum Einsatz.

Steuerung Verwurfsklappe
Bergquellfisch, Frutigen

Problemstellung

Die Fischzucht der Bergquellfisch, Frutigen bezieht Nutzwasser aus dem Lötschberg-Basistunnel der BLS. Dieses Bergwasser entspringt entlang des Tunnels, wird gesammelt und der Fischzucht zugeführt. Während der Bauarbeiten der zweiten Röhre soll mit einer automa-tisierten Verwurfsklappe sichergestellt werden, dass bei einem Vorfall im Tunnel kein verschmutztes Wasser in die Fischzucht gelangt. Die Verwurfsklappe ist 250m von der Fischzucht entfernt in einem Schacht eingebaut.


Nebst der Steuerung der Verwurfsklappe sollen von zwei Grund-wasserpumpen in der Fischzucht die Fördermengen und Temperaturen aufgezeichnet und jährlich anhand eines Jahr-buches ausgewiesen werden.

Anforderungen des Kunden

Die Verwurfsklappe soll anhand einer Steuerung automatisch geöffnet werden wenn das einfliessende Wasser verunreinigt ist. Die Messignale und die Position der Klappe sollen in das Leitsystem der Fischzucht eingespeist werden.


Ein Ausfall der Steuerung oder der Messeinrichtung sollen erkannt werden. Bei einem Vorfall sollen die entsprechenden Leute durch Certas alarmiert werden.

Lösung

Steuerung der Verwurfsklappe
Als zentrales Aufzeichnungs- und Steuerungsgerät wird der MultiLOG verwendet. Dieser kommt in Kombination mit einer Multiparameter-sonde zum Einsatz welche die Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert und Trübung des Bergwassers misst. Die Sonde wird in einem Messschacht eingebaut der sich vor der Verwurfsklappe befindet. Anhand von programmierten Schwellen-werten wird die Verwurfsklappe über einen Digitalausgang gesteuert. Gleichzeitig wird die Position der Klappe aufgezeichnet.

Einspeisung ins Leitsystem
Der MultiLOG sendet die aufgezeichneten Daten jede Minute an den HydroSERVER. Im Fischbüro der Fischzucht kommt ein zweiter MultiLOG zum Einsatz welcher die Daten vom HydroSERVER abfragt und ins Leitsystem der Fischzucht einspeist.

Certas-Alarmierung
Der MultiLOG unterstützt die direkte Alarmierung der Certas. Weil noch weitere Alarmquellen in der Fischzucht zu Certas geleitet werden, wird in diesem Fall die Alarmierung jedoch durch das Leitsystem übernommen.

Detektion eines Geräteausfalls
Nebst den Messwerten übermittelt der MultiLOG im Messschacht ein Watchdog-Signal das seinen Zustand jede Minute zwischen 1 und 0 ändert. Dieses Signal wird via HydroSERVER und zweitem MultiLOG ins Leistsystem geführt. Sobald das Watchdog-Signal nicht jede Minute ändert wird ein Fehler in der Aufzeichnungs- und Übermittlungskette detektiert.

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